
Du lebst in Deutschland, willst in Cybersecurity einsteigen und dein Deutsch reicht für einen Kurs noch nicht aus, oder du bevorzugst einfach auf Englisch zu lernen, weil die Branche nun mal international ist? Dann bist du hier richtig.
Englischsprachige Cybersecurity-Kurse in Deutschland sind inzwischen keine Ausnahme mehr. Vom staatlich geförderten Vollzeit-Bootcamp bis zum flexiblen Online-Kurs gibt es eine Reihe solider Optionen. Dieser Artikel gibt dir einen ehrlichen Überblick darüber, welche Programme wirklich zu einem Karriereeinstieg führen und wie du die Kosten unter Umständen komplett erstattet bekommst.
Warum einen Cybersecurity-Kurs auf Englisch belegen?
Die Branche arbeitet international: Englisch ist Pflicht
Cybersecurity ist eine durch und durch internationale Disziplin. Tools wie Kali Linux, Metasploit oder Burp Suite sind auf Englisch dokumentiert. Zertifizierungen wie CompTIA Security+, CEH oder OSCP werden auf Englisch abgelegt. Threat-Intelligence-Reports, CVE-Datenbanken, Security-Blogs und Konferenzen wie DEF CON oder Black Hat: Alles läuft auf Englisch.
Das bedeutet: Selbst wenn du deinen Kurs auf Deutsch absolvierst, wirst du in deinem Job täglich mit englischen Inhalten arbeiten. Wer also die Wahl hat, profitiert davon, sein Fachwissen von Anfang an in der Sprache aufzubauen, in der die Branche auch wirklich kommuniziert.
Mehr Kursangebot, aktuellere Inhalte
Das englischsprachige Angebot an Cybersecurity-Kursen ist schlicht größer. Plattformen wie Coursera, edX, SANS oder OffSec produzieren ihre Inhalte primär auf Englisch und aktualisieren sie regelmäßig. Neue Angriffsvektoren, neue Tools und neue Zertifizierungstrends finden sich oft zuerst in englischsprachigen Ressourcen wieder.
Wer auf Englisch lernt, hat also früher Zugang zu aktuellem Material und bewegt sich in der gleichen Wissensumgebung wie IT-Security-Profis in den USA, Großbritannien oder den Niederlanden.
Die besten englischsprachigen Cybersecurity-Kurse in Deutschland
Cybersteps: Cybersecurity Weiterbildung auf Englisch
Das Flaggschiff-Programm von Cybersteps ist ein umfassender Vollzeit-Kurs, der komplett auf Englisch stattfindet und speziell auf den deutschen Arbeitsmarkt ausgerichtet ist. Das Programm dauert 6 bis 14 Monate, inklusive einem zweimonatigen Praktikums, und richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an Personen, die aus einem anderen Berufsfeld wechseln.
Was das Programm besonders macht:
- AZAV-zertifiziert: Das bedeutet, du kannst den Kurs vollständig über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters finanzieren. Null Eigenkosten.
- Zertifizierungen inklusive: Exam-Voucher und Vorbereitung für CompTIA Security+, Microsoft Azure AZ-900, SC-900, CompTIA Tech+, IHK Cyber Security Advisor und ISO/IEC 27001.
- Spezialisierungspfade: SOC, Cloud Security, Pentesting, GRC, Project Management, Application Security.
- Laptop inklusive: Du brauchst keine eigene Hardware.
- Karriereunterstützung: Zugang zum Careersteps-Karriereportal mit Jobvermittlung und Bewerbungscoaching.
- Hands-on Labs und Simulationen: Kein reines Buchwissen, sondern echte Praxiserfahrung in virtuellen Umgebungen.
Cybersteps eignet sich besonders für Personen, die eine strukturierte, intensive Weiterbildung suchen und dabei staatliche Förderung nutzen wollen.
Neue Fische: Cyber Security Bootcamp
Neue Fische bietet ein Cyber Security Bootcamp an, das ebenfalls auf Englisch stattfindet und CompTIA-Zertifizierungen vorbereitet. Das Bootcamp ist mit rund 3 Monaten deutlich kürzer als das Cybersteps-Programm und bietet damit einen schnelleren, kompakteren Einstieg.
Der Fokus liegt auf grundlegenden IT-Security-Konzepten und ist gut geeignet für Personen, die einen Schnellstart suchen. Für tiefere Spezialisierung oder ein breites Zertifizierungsportfolio reicht die Laufzeit allerdings nicht aus.
Google Cybersecurity Certificate über Coursera
Das Google Cybersecurity Certificate ist ein selbstgesteuertes Online-Programm auf Coursera, vollständig auf Englisch. Es richtet sich an absolute Einsteiger ohne Vorkenntnisse und vermittelt grundlegende Konzepte wie Netzwerksicherheit, Linux-Grundlagen und Incident Response.
Der Vorteil: günstig und flexibel, du lernst in deinem eigenen Tempo. Der Nachteil: Das Zertifikat hat wenig Gewicht bei Arbeitgebern im Vergleich zu CompTIA Security+ oder IHK-Zertifikaten. Es ist gut als erster Einstieg, ersetzt aber keine anerkannte Weiterbildung.
NobleProg: Präsenz- und Online-Schulungen
NobleProg ist ein internationaler Trainingsanbieter mit Standorten in Deutschland, der sowohl Präsenzkurse als auch virtuelle Schulungen auf Englisch anbietet. Der Fokus liegt auf Corporate Training, also Schulungen für Unternehmen und Teams, weniger auf Einzelpersonen, die einen Karrierewechsel anstreben.
Die Kurse sind modular aufgebaut und decken ein breites Spektrum ab, von Ethical Hacking bis hin zu Cloud Security. Preislich sind die Programme auf Firmenkunden ausgerichtet, was sie für Einzelpersonen ohne Förderung teuer macht.
Udemy und Coursera: Selbstbestimmte Online-Kurse
Auf Udemy und Coursera gibt es Hunderte Cybersecurity-Kurse auf Englisch, von CEH-Vorbereitung bis hin zu spezifischen Themen wie OWASP Top 10 oder AWS Security. Die Kurse sind günstig, oft sogar kostenlos verfügbar, und du lernst in deinem eigenen Tempo.
Was du dabei bedenken solltest: Diese Kurse ersetzen keine strukturierte Weiterbildung. Es fehlt Lernbegleitung, kein Praktikum, kein Karrierecoaching, und die Zertifikate dieser Plattformen sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt kaum aussagekräftig. Als Ergänzung zu einem echten Programm sind sie wertvoll, als alleiniger Einstiegsweg aber zu wenig.
Kursformate im Vergleich: Bootcamp, Online, Präsenz
Vollzeit-Bootcamp vs. berufsbegleitend
Ein Vollzeit-Bootcamp wie das von Cybersteps oder Neue Fische bringt dich schnell auf ein solides Niveau. Du investierst mehrere Monate intensiv, bekommst Struktur, Lernbegleitung und ein klares Ziel. Das ist ideal, wenn du schnell in die Branche wechseln willst und die Zeit hast, dich voll einzubringen.
Berufsbegleitende Programme existieren ebenfalls, sind aber im Cybersecurity-Bereich seltener und oft weniger intensiv. Wenn du parallel arbeitest und lernst, dauert der Weg länger, und die Tiefe der Inhalte leidet oft unter der Zeitbegrenzung.
Online-Selbststudium vs. Live-Unterricht
Online-Selbststudium auf Plattformen wie Coursera oder TryHackMe ist flexibel, aber es fehlt die Verbindlichkeit. Ohne feste Zeiten und Lerngruppen brechen viele Kurse ab, bevor sie abgeschlossen werden.
Live-Unterricht mit echten Dozenten, wie er bei Cybersteps stattfindet, bietet dagegen direkte Interaktion, sofortiges Feedback und eine Community, die beim Lernen hilft. Gerade in einem technisch anspruchsvollen Bereich wie Cybersecurity ist das ein echter Vorteil.
Kosten und Fördermöglichkeiten
Bildungsgutschein: 100% Förderung über die Agentur für Arbeit
Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann über die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter einen Bildungsgutschein beantragen. Damit übernimmt der Staat die gesamten Kurskosten, also bis zu 100%. Voraussetzung ist, dass der Kurs AZAV-zertifiziert ist.
Das Cybersteps-Programm ist AZAV-zertifiziert und somit vollständig über den Bildungsgutschein förderbar. Das macht es zu einer der wenigen Möglichkeiten, einen hochwertigen, englischsprachigen Cybersecurity-Kurs in Deutschland ohne eigene Kosten zu absolvieren.
Den Antrag stellst du direkt bei deiner zuständigen Agentur für Arbeit. Cybersteps unterstützt dich dabei mit Informationen und Beratung.
Typische Kosten ohne Förderung
Ohne Förderung variieren die Kosten je nach Anbieter und Format stark:
- Cybersteps-Programm: Vollständig über den Bildungsgutschein förderbar, Eigenkosten bei 0 EUR.
- Neues Fische Bootcamp: Rund 7.000–9.000 EUR, ebenfalls teilweise über den Bildungsgutschein förderbar.
- Google Cybersecurity Certificate (Coursera): Ca. 40-50 EUR pro Monat, Gesamtkosten ca. 200-300 EUR.
- NobleProg-Kurse: Je nach Modul mehrere hundert bis mehrere tausend Euro.
- Udemy-Kurse: 10-30 EUR pro Kurs bei Rabattaktionen.
Welche Zertifizierungen bringt der Kurs?
CompTIA Security+, CySA+ und Google-Zertifikat im Vergleich
Die Zertifizierungen, die du aus einem Kurs mitnimmst, sind entscheidend für deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Hier ein Vergleich der wichtigsten:
- CompTIA Security+: Der Branchenstandard für Einsteiger in die IT-Sicherheit. International anerkannt, von Arbeitgebern weltweit gefordert. Cybersteps bereitet dich mit dem Exam-Voucher darauf vor.
- Microsoft Azure AZ-900 und SC-900: Cloud- und Security-Grundlagen von Microsoft. Sehr gefragt, da Cloud-Infrastruktur inzwischen in fast jedem Unternehmen präsent ist. Ebenfalls im Cybersteps-Programm enthalten.
- IHK Cyber Security Advisor: Ein deutsches, anerkanntes Zertifikat, das besonders bei deutschen Unternehmen und Behörden geschätzt wird. Teil des Cybersteps-Programms.
- Google Cybersecurity Certificate: Nützlich als Einstieg, aber am deutschen Arbeitsmarkt noch wenig bekannt und kaum als eigenständige Qualifikation ausreichend.
Wenn du ernsthaft eine Karriere in der IT-Sicherheit anstrebst, zählen CompTIA Security+, Microsoft-Zertifikate und das IHK-Zertifikat deutlich mehr als plattformeigene Abschlüsse.
Cybersecurity-Kurse auf Deutsch vs. Englisch: Was ist besser für die Karriere?
Ehrliche Antwort: Für die meisten Positionen in Deutschland ist es egal, ob dein Kurs auf Englisch oder Deutsch war. Entscheidend sind die Zertifizierungen, die du mitbringst, und die praktischen Skills, die du nachweisen kannst.
Allerdings hat ein englischsprachiger Kurs einen indirekten Vorteil: Du lernst die Terminologie, in der du auch im Job kommunizierst. Wer im SOC-Alltag englische Incident-Reports schreibt, englische Threat-Intelligence liest und englischsprachige Kollegen hat, profitiert davon, schon während der Ausbildung auf Englisch gedacht zu haben.
Für internationale Karrieren oder Positionen in multinationalen Unternehmen ist Englisch als Kurssprache sogar ein klarer Pluspunkt. Wer ausschließlich in kleinen deutschen Betrieben arbeiten möchte, kommt auch mit einem deutschen Kurs ans Ziel, sofern die Zertifizierungen stimmen.
Gibt es kostenlose Cybersecurity-Kurse?
Ja, es gibt kostenlose Cybersecurity-Kurse. Plattformen wie TryHackMe, Cybrary oder SANS bieten Einstiegsmodule gratis an. Google stellt sein Cybersecurity Certificate über Coursera zeitweise kostenlos zur Verfügung. Für grundlegende Konzepte reichen diese Angebote als erster Schritt. Für eine echte Karriere und anerkannte Zertifizierungen brauchst du aber ein strukturiertes Programm, das entweder kostenpflichtig ist oder, wie bei Cybersteps, über den Bildungsgutschein vollständig gefördert werden kann.
Welche Voraussetzungen braucht man für einen Cybersecurity-Kurs?
Das hängt vom Kurs ab. Für das Cybersteps-Programm brauchst du keine Vorkenntnisse in IT-Sicherheit. Grundlegende Computerkenntnisse und die Bereitschaft, intensiv zu lernen, reichen als Einstieg. Englischkenntnisse auf B2-Niveau sind hilfreich, da der Unterricht auf Englisch stattfindet. Für spezialisierte Kurse oder Zertifizierungen wie den OSCP empfiehlt sich dagegen schon eine Basis in Netzwerktechnik, Linux und Programmierung.
Fazit
Englischsprachige Cybersecurity-Kurse in Deutschland sind keine Seltenheit mehr, und die Auswahl ist gut. Für einen soliden, anerkannten Karriereeinstieg mit staatlicher Förderung ist die Cybersecurity Weiterbildung von Cybersteps die stärkste Option: AZAV-zertifiziert, vollständig auf Englisch, mit echten Zertifizierungen wie CompTIA Security+, IHK Cyber Security Advisor und Microsoft Azure, inklusive Praktikum und Karriereunterstützung.
Wer nicht sicher ist, ob er die Voraussetzungen für den Bildungsgutschein erfüllt, findet alle Infos auf der Bildungsgutschein-Seite von Cybersteps. Wer direkt loslegen will, kann sich über das
Bewerbungsformular ausfüllen und in einem persönlichen Gespräch klären, welcher Weg am besten passt.
CEO & Mitbegründer von Cybersteps
Aviram Rispler ist ein Cybersicherheitsexperte mit über 10 Jahren Erfahrung in Schulung und Führung. Aviram ist spezialisiert auf Cloud- und Netzwerksicherheit und hat weltweit mehrere Schulungsprogramme für Berufseinsteiger*innen im Bereich Cybersicherheit geleitet.
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