Bildungsgutschein beim Jobcenter beantragen: Schritt für Schritt

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Bildungsgutschein beim Jobcenter beantragen

Bildungsgutschein auf einen Blick Ein Bildungsgutschein ist eine Förderzusage der Bundesagentur für Arbeit, die 100 % der Kosten einer zugelassenen beruflichen Weiterbildung übernimmt, Kursgebühren, Prüfungen, Fahrtkosten und mehr. Seit 2025 stellt ausschließlich die Agentur für Arbeit den Gutschein aus, auch für Bürgergeldempfänger. Der Gutschein ist drei Monate gültig und muss bei einem AZAV-zertifizierten Anbieter eingelöst werden. Es besteht kein Rechtsanspruch, die Bewilligung hängt vom Beratungsgespräch ab. 

Ein Bildungsgutschein kann eine komplette berufliche Weiterbildung oder Umschulung zu 100 Prozent finanzieren – Kursgebühren, Prüfungen, Fahrtkosten und mehr. Der Haken: Es gibt keinen automatischen Anspruch, und der Antrag wird oft abgelehnt, wenn du unvorbereitet ins Beratungsgespräch gehst. Dieser Leitfaden zeigt dir Schritt für Schritt, wie du deinen Bildungsgutschein beim Jobcenter beziehungsweise bei der Agentur für Arbeit beantragst, welche Voraussetzungen gelten, was finanziert wird – und worauf es im entscheidenden Gespräch ankommt.

Was ist ein Bildungsgutschein? Definition und Grundlagen

Ein Bildungsgutschein ist eine schriftliche Förderzusage der Bundesagentur für Arbeit oder des Jobcenters, die die vollständigen Kosten einer anerkannten beruflichen Weiterbildung übernimmt – ohne dass du selbst etwas bezahlst.

Mit dem Gutschein bestätigt dir deine zuständige Stelle, dass eine bestimmte Weiterbildung gefördert wird. Du suchst dir anschließend einen zugelassenen Bildungsträger aus, reichst den Gutschein dort ein, und der Träger rechnet die Kosten direkt mit der ausstellenden Stelle ab. Der Gedanke dahinter ist einfach: Der Staat investiert lieber in deine Qualifikation, als langfristig Arbeitslosigkeit zu finanzieren. Genau deshalb spielt der Arbeitsmarktbezug deiner Wunschweiterbildung im Beratungsgespräch eine so große Rolle.

Rechtliche Grundlage: § 81 SGB III

Die rechtliche Grundlage des Bildungsgutscheins ist § 81 SGB III, der die Förderung der beruflichen Weiterbildung regelt.

Wichtig zu verstehen: Es handelt sich um eine sogenannte Ermessensleistung. Das bedeutet, du hast keinen festen Rechtsanspruch auf den Bildungsgutschein. Stattdessen entscheidet deine Beraterin oder dein Berater nach pflichtgemäßem Ermessen, ob die Förderung in deinem Fall sinnvoll und notwendig ist. In der Praxis heißt das: Wie gut du deinen Antrag begründest, beeinflusst die Entscheidung direkt. Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein – die Weiterbildung muss notwendig sein, der Bildungsträger und die Maßnahme müssen zugelassen sein, und vor Beginn der Maßnahme muss eine Beratung stattgefunden haben.

Bildungsgutschein vs. AVGS – wo ist der Unterschied?

Der Bildungsgutschein finanziert eine vollständige berufliche Weiterbildung oder Umschulung, während der AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) kürzere Maßnahmen zur Aktivierung und Vermittlung in Arbeit abdeckt.

Beide Instrumente werden oft verwechselt, verfolgen aber unterschiedliche Ziele. Der AVGS beruht auf § 45 SGB III und fördert zum Beispiel Bewerbungscoaching, Profiling oder kurze Trainingsmaßnahmen, die dich schneller in eine Beschäftigung bringen sollen. Der Bildungsgutschein nach § 81 SGB III zielt dagegen auf eine echte Qualifikation – etwa eine mehrmonatige Weiterbildung mit anerkanntem Abschluss oder eine komplette Umschulung. Geht es dir um eine inhaltliche Qualifizierung, ist der Bildungsgutschein das richtige Instrument.

Wichtige Änderung ab 2025: Nur noch die Agentur für Arbeit stellt aus

Seit 2025 stellt allein die Agentur für Arbeit den Bildungsgutschein aus – auch für Bürgergeld-Empfänger, die zuvor über das Jobcenter gefördert wurden.

Diese Neuregelung ist inzwischen vollständig in Kraft. Das Jobcenter bleibt zwar dein Ansprechpartner für das Bürgergeld, übergibt die eigentliche Weiterbildungsförderung aber an die Bundesagentur für Arbeit. Für dich bedeutet das einen zusätzlichen Schritt im Ablauf, den du von Anfang an einplanen solltest.

Was ändert sich für Bürgergeld-Empfänger und Jobcenter-Kunden?

Als Bürgergeld-Empfänger beantragst du den Bildungsgutschein nicht mehr direkt beim Jobcenter, sondern wirst per Überweisung an die Agentur für Arbeit verwiesen, die über die Förderung entscheidet.

In der Praxis läuft es so: Du sprichst dein Anliegen zunächst bei deiner Ansprechperson im Jobcenter an. Wenn eine Weiterbildung sinnvoll erscheint, erhältst du eine Überweisung zur Berufsberatung im Erwerbsleben bei der Agentur für Arbeit. Dort findet das eigentliche Beratungsgespräch statt, und dort wird der Bildungsgutschein bewilligt. Dieser Umweg kostet Zeit, weshalb du früh aktiv werden solltest. Wer ALG I bezieht oder noch in Beschäftigung ist, wendet sich ohnehin direkt an die Agentur für Arbeit.

Bildungsgutschein-Voraussetzungen: Wer hat Anspruch? 

Einen Bildungsgutschein können Arbeitslose, von Arbeitslosigkeit bedrohte Beschäftigte und Menschen ohne verwertbaren Berufsabschluss erhalten – wenn die Weiterbildung notwendig ist und die Erfolgsaussichten stimmen.

Arbeitslose und Arbeitssuchende (ALG I / Bürgergeld)

Wer arbeitslos gemeldet ist und ALG I oder Bürgergeld bezieht, gehört zur Kernzielgruppe der Förderung.

Bei ALG I (Arbeitslosengeld I) handelt es sich um die beitragsfinanzierte Leistung nach vorheriger sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung; hier ist der Weg in der Regel am direktesten. Bürgergeld-Empfänger – also Bezieher der früheren Grundsicherung ALG II – sind ebenso förderfähig, durchlaufen aber den oben beschriebenen Überweisungsweg zur Agentur für Arbeit. In beiden Fällen prüft die beratende Stelle, ob die Weiterbildung deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt spürbar verbessert.

Von Arbeitslosigkeit Bedrohte und Beschäftigte

Auch wer noch beschäftigt ist, aber von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann einen Bildungsgutschein erhalten.

Das betrifft zum Beispiel befristet Beschäftigte vor dem Vertragsende, Menschen in Branchen mit absehbarem Strukturwandel oder Personen, deren Qualifikation am Markt nicht mehr gefragt ist. Beschäftigte ohne Berufsabschluss und ältere Arbeitnehmer in kleineren Betrieben werden ebenfalls gefördert. Entscheidend ist, dass eine Weiterbildung deine Beschäftigungsfähigkeit sichert oder wiederherstellt. Beschäftigte wenden sich dafür direkt an die Agentur für Arbeit, nicht an das Jobcenter.

Keine Förderung bei diesen Situationen

Nicht gefördert wird, wer eine Weiterbildung ohne erkennbaren Arbeitsmarktbezug oder bei einem nicht zugelassenen Anbieter absolvieren möchte.

Konkret scheitert die Förderung typischerweise, wenn die gewünschte Maßnahme reines Hobby oder ohne realistische Beschäftigungsperspektive ist, wenn der Bildungsträger keine AZAV-Zulassung besitzt, wenn bereits eine andere Finanzierung greift (etwa BAföG oder Aufstiegs-BAföG) oder wenn die Weiterbildung vor der Beratung und Gutscheinausstellung eigenmächtig begonnen wurde. Wer in einer sicheren Beschäftigung ohne Qualifizierungslücke steht, gehört in der Regel ebenfalls nicht zur Zielgruppe.

Bildungsgutschein beantragen – Schritt für Schritt

Der Antrag verläuft in sechs Schritten: arbeitssuchend melden, Beratungstermin vereinbaren, Gespräch vorbereiten, zugelassene Weiterbildung auswählen, Gutschein einlösen und die Maßnahme starten. Den größten Einfluss auf die Entscheidung hat die Vorbereitung auf das Beratungsgespräch.

Schritt 1: Als arbeitssuchend melden

Melde dich so früh wie möglich arbeitssuchend – bei einem auslaufenden Vertrag spätestens drei Monate vor dessen Ende.

Diese frühe Meldung ist gesetzlich vorgeschrieben und signalisiert zugleich, dass du vorausschauend planst. Bist du bereits arbeitslos gemeldet oder beziehst du Bürgergeld, bist du erfasst und gehst direkt zum nächsten Schritt über.

Schritt 2: Beratungstermin vereinbaren (Telefon, Online, persönlich)

Vereinbare anschließend einen Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit – telefonisch, online oder persönlich.

Du erreichst die Bundesagentur für Arbeit unter der kostenlosen Servicenummer, über das Online-Portal oder direkt vor Ort. Bürgergeld-Empfänger sprechen ihr Weiterbildungsinteresse zuerst im Jobcenter an und erhalten dann die Überweisung zur Berufsberatung im Erwerbsleben. Sag von Beginn an klar, dass es dir um eine geförderte Weiterbildung mit Bildungsgutschein geht.

Schritt 3: Beratungsgespräch vorbereiten – diese Unterlagen brauchst du

Bereite das Gespräch sorgfältig vor und bringe alle relevanten Unterlagen vollständig mit – das ist der Schritt, der über Erfolg oder Ablehnung entscheidet.

Diese Unterlagen solltest du dabeihaben:

  • Personalausweis oder Reisepass sowie deine Anmeldebescheinigung
  • einen aktuellen Lebenslauf
  • ausgedruckte Stellenanzeigen für deinen Zielberuf als Nachweis der Nachfrage
  • eine einseitige Kursübersicht mit Maßnahmennummer und Preis des Bildungsträgers

Genauso wichtig wie die Mappe ist deine Begründung. Sage nicht „Ich möchte mich weiterbilden“, sondern formuliere konkret und marktbezogen: „Ich möchte mich zur SOC-Analystin qualifizieren, weil in der IT-Sicherheit bundesweit Zehntausende Stellen unbesetzt sind und meine bisherigen Kenntnisse im [Bereich] nicht mehr gefragt sind.“ Ein klarer Zielberuf plus belegbare Nachfrage wirkt überzeugend; ein vager Weiterbildungswunsch nicht.

Schritt 4: AZAV-zertifizierte Weiterbildung auswählen

Wähle eine Weiterbildung, deren Anbieter eine AZAV-Zertifizierung besitzt und für die eine gültige Maßnahmennummer vorliegt.

Die AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) ist die gesetzlich vorgeschriebene Qualitätsnorm, die ein Bildungsträger erfüllen muss, damit seine Kurse überhaupt mit dem Bildungsgutschein förderfähig sind. Die Maßnahmennummer ist die eindeutige Kennung der konkreten Maßnahme; ohne sie kann der Gutschein nicht bewilligt werden. Geeignete Kurse findest du in der Datenbank KURSNET der Bundesagentur für Arbeit sowie auf dem Portal mein NOW. Achte darauf, dass der Anbieter neben der Zertifizierung auch eine echte Begleitung in den Arbeitsmarkt bietet – etwa dokumentierte Vermittlungsquoten statt reiner Abschlussquoten. Cybersteps ist AZAV-zertifiziert, und die Cybersecurity-Weiterbildung ist genau auf eine Förderung per Bildungsgutschein ausgelegt.

Schritt 5: Gutschein erhalten und innerhalb von 3 Monaten einlösen

Nach der Bewilligung erhältst du den Bildungsgutschein, den du innerhalb von drei Monaten bei einem zugelassenen Bildungsträger einlösen musst.

Diese Frist ist verbindlich. Reiche den Gutschein sofort beim Anbieter ein und melde dich verbindlich an – warte nicht auf einen vermeintlich besseren Kursstart. Verfällt der Gutschein ungenutzt, lässt er sich nicht verlängern und das gesamte Verfahren beginnt von vorn. Häufig sind auf dem Gutschein zudem ein Berufsziel und ein regionaler Geltungsbereich vermerkt, innerhalb derer du deinen Kurs wählen kannst.

Schritt 6: Weiterbildung starten – was während der Maßnahme gilt

Mit der Anmeldung startet deine Weiterbildung, und deine Lohnersatzleistung läuft während der gesamten Maßnahme weiter.

Während einer geförderten Weiterbildung wird dein ALG I beziehungsweise dein Bürgergeld unverändert weitergezahlt – der Bildungsgutschein ersetzt also keine Einkünfte, sondern finanziert die Bildungskosten zusätzlich. Bei Umschulungen und längeren Maßnahmen kommen zudem das Weiterbildungsgeld und mögliche Prämien hinzu, die im nächsten Abschnitt erklärt werden.

Was der Bildungsgutschein finanziert: Kosten im Detail

Der Bildungsgutschein übernimmt die vollständigen Kosten der Weiterbildung sowie zahlreiche Nebenkosten – von Lehrgangsgebühren bis zur Kinderbetreuung.

Kursgebühren, Prüfungsgebühren, Lernmittel

Vollständig übernommen werden die Lehrgangs- und Kursgebühren, die Kosten für Zwischen- und Abschlussprüfungen sowie erforderliche Lernmittel.

Dazu zählen je nach Maßnahme auch benötigte Software, Fachliteratur oder Materialien, die im Kursprogramm ausgewiesen sind. Für diese Kernkosten zahlst du keinen Eigenanteil.

Fahrtkosten, Unterkunft, Kinderbetreuung

Über die reinen Kursgebühren hinaus können Fahrtkosten, bei auswärtigen Maßnahmen Unterkunfts- und Verpflegungskosten sowie Kinderbetreuungskosten übernommen werden.

Die Kinderbetreuungskosten werden für betreuungspflichtige Kinder bis zu einem festgelegten Höchstbetrag pro Kind und Monat erstattet. Auch die Fahrten zwischen Wohnort und Bildungsstätte werden bezuschusst. Diese Zusatzleistungen sorgen dafür, dass eine Weiterbildung auch mit Familie oder längerem Anfahrtsweg realisierbar bleibt.

Weiterbildungsgeld und Abschlussprämien

Für Umschulungen und Weiterbildungen mit anerkanntem Abschluss gibt es zusätzlich ein Weiterbildungsgeld von 150 Euro pro Monat sowie Prämien für bestandene Prüfungen.

Das Weiterbildungsgeld wurde mit dem Bürgergeld eingeführt und ergänzt deine laufende Leistung während der gesamten Maßnahme. Für eine bestandene Zwischenprüfung erhältst du eine Prämie von 1.000 Euro, für die bestandene Abschlussprüfung weitere 1.500 Euro. Diese Boni gelten für Weiterbildungen, die zu einem anerkannten Berufsabschluss führen, und sind ein starker Anreiz, eine Umschulung konsequent abzuschließen.

Bildungsgutschein-Voraussetzungen

Tipps für ein erfolgreiches Beratungsgespräch

Der wichtigste Hebel für eine Bewilligung ist ein überzeugendes Beratungsgespräch – und das gelingt mit konkreter Vorbereitung statt vager Wünsche.

Formuliere ein klares Berufsziel und belege die Nachfrage danach mit ausgedruckten Stellenanzeigen; je mehr offene Stellen du zeigst, desto leichter fällt der beratenden Person die Zustimmung. Erkläre nachvollziehbar, warum genau diese Weiterbildung notwendig ist und wie sie deine bisherige Lücke schließt. Bringe die Kursunterlagen mit der Maßnahmennummer fertig, damit die beratende Person sofort prüfen kann. Bleibe sachlich und beharrlich: Eine Bewilligung im ersten Termin ist nicht die Regel, und mehrere Gespräche signalisieren Engagement, kein Bittstellertum. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, bereitest du das Gespräch gemeinsam mit deinem Bildungsträger vor – Cybersteps unterstützt Teilnehmende genau bei dieser Vorbereitung, von der Argumentation bis zur vollständigen Unterlagenmappe.

Was tun, wenn der Antrag abgelehnt wird?

Wird dein Antrag abgelehnt, ist das nicht das Ende – du kannst Widerspruch einlegen oder mit besserer Begründung erneut vorsprechen.

Weil der Bildungsgutschein eine Ermessensleistung ist, lässt sich eine Ablehnung schwerer angreifen als bei einer Pflichtleistung. Trotzdem hast du Möglichkeiten. Lass dir die Ablehnung schriftlich und begründet geben und prüfe, ob ein Ermessensfehler vorliegt – etwa wenn relevante Argumente nicht berücksichtigt wurden. Gegen einen schriftlichen Bescheid kannst du innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Oft ist es jedoch wirksamer, die häufigsten Ablehnungsgründe direkt zu beheben: ein zu vages Berufsziel schärfen, einen fehlenden Arbeitsmarktnachweis durch Stellenanzeigen ergänzen oder einen nicht zugelassenen Anbieter durch einen AZAV-zertifizierten ersetzen. Ein gut vorbereiteter Zweitantrag hat häufig deutlich bessere Chancen.

Kann ich den Bildungsgutschein auch als Bürgergeld-Empfänger beantragen?

Ja. Bürgergeld-Empfänger können einen Bildungsgutschein erhalten, beantragen ihn seit 2025 aber nicht mehr direkt beim Jobcenter. Du sprichst dein Anliegen zunächst im Jobcenter an und wirst dann an die Agentur für Arbeit überwiesen, die über die Förderung entscheidet. Während der geförderten Weiterbildung läuft dein Bürgergeld weiter, und bei Umschulungen kommen Weiterbildungsgeld und Prämien hinzu.

Wie lange ist ein Bildungsgutschein gültig?

Ein Bildungsgutschein ist drei Monate ab dem Ausstellungsdatum gültig. Innerhalb dieser Frist musst du ihn bei einem AZAV-zertifizierten Bildungsträger einlösen und dich zur Maßnahme anmelden. Ein abgelaufener Gutschein kann nicht verlängert werden – dann beginnt das Antragsverfahren von vorn.

Welche Weiterbildungen werden mit dem Bildungsgutschein gefördert?

Gefördert werden alle Weiterbildungen, die bei einem AZAV-zertifizierten Anbieter stattfinden und einen klaren Arbeitsmarktbezug haben. Passende Kurse findest du in KURSNET und auf dem Portal mein NOW – von IT und Cybersicherheit über kaufmännische Berufe bis zu Pflege und Logistik. Besonders gute Bewilligungschancen haben Felder mit hoher Fachkräftenachfrage, etwa die IT-Sicherheit.

Fazit

Der Bildungsgutschein ist eines der wirkungsvollsten Förderinstrumente in Deutschland: Er finanziert deine Weiterbildung zu 100 Prozent, deine Lohnersatzleistung läuft weiter, und bei Umschulungen kommen Weiterbildungsgeld und Prämien hinzu. Entscheidend ist, dass du den Ablauf kennst und dich gut vorbereitest – denn als Ermessensleistung hängt die Bewilligung maßgeblich von deiner Begründung und dem Arbeitsmarktbezug deiner Wunschweiterbildung ab. Melde dich früh arbeitssuchend, wähle einen AZAV-zertifizierten Anbieter mit Maßnahmennummer und gehe mit einem klaren Berufsziel ins Beratungsgespräch.

Wenn deine Weiterbildung in Richtung Cybersicherheit gehen soll, findest du in der Übersicht zum Bildungsgutschein alle Details zur Finanzierung und in der Cybersecurity-Weiterbildung von Cybersteps ein Programm, das von der Antragstellung bis zur Vermittlung in den Job begleitet.

Avatar von Roman Dvorkin

CEO & Mitbegründer von Cybersteps

Aviram Rispler ist ein Cybersicherheitsexperte mit über 10 Jahren Erfahrung in Schulung und Führung. Aviram ist spezialisiert auf Cloud- und Netzwerksicherheit und hat weltweit mehrere Schulungsprogramme für Berufseinsteiger*innen im Bereich Cybersicherheit geleitet.

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